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Herzrhythmusstörungen

Die Elektrophysiologie untersucht und behandelt Herzrhythmusstörungen. Herzrhythmusstörungen können sich in Herzrasen, Herzstolpern, Schwindel oder Bewusstlosigkeit äußern. Der Herzrhythmus kann zu schnell (Tachykardie) oder zu langsam sein (Bradykardie). Zudem können Extraschläge (Extrasystolen) auftreten oder die Herzaktion aussetzen.

Untersuchung von Herzrhythmusstörungen

Zur Untersuchung von Herzrhythmusstörungen stehen eine Reihe von nichtinvasiven und invasiven Untersuchungsmethoden zur Verfügung:

  • Nichtinvasive Untersuchungen
  • Langzeit EKG mit einer Aufzeichnungsdauer von 1 – 7 Tagen
  • Externer Ereignisrekorder mit dem ein(e) PatientIn während der Wahrnehmung einer Rhythmusstörung selbsständig ein EKG aufzeichnen kann

Zu jeder Untersuchung wegen einer Rhythmusstörung gehört auch eine gründliche klinische Untersuchung um eine eventuelle strukturelle Herzerkrankung als Ursache zu erkennen.

  • Invasive Untersuchungen
  • Implantation eines Ereignisrekorders. Hierbei handelt es sich um einen winzigen EKG Rekorder, der unter der Haut implantiert wird und über einen Zeitraum von maximal 3 Jahren Herzrhythmusstörungen aufzeichnen kann.
  • Invasive elektrophysiologische Untersuchung. Hierbei wird über einen oder mehrere Elektrodenkatheter ein EKG vom Inneren des Herzens abgeleitet. Im Rahmen dieser Untersuchung wird auch versucht die Rhythmusstörung auszulösen. Diese Untersuchung eignet sich v.a. für die Untersuchung von anfallsartigem Herzrasen (paroxysmale Tachykardien).

Therapie von Herzrhythmusstörungen

Zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen kommen Medikamente, Katheterbehandlungen (Katheterablation) und aktive Implantate wie Herzschrittmacher, Defibrillator (ICD) und Systeme zur kardialen Resynchronisation (CRT) in Frage.

  • Medikamente: Medikamente werden zur Verhinderung von Tachykardien oder Extrasystolen verordnet. Zudem ist bei Vorhofflimmern bei jeder/m PatientIn zu klären ob ein Schutz vor Schlaganfall mittels Blutverdünnung erforderlich ist. Falls eine medikamentöse Blutverdünnung nicht möglich ist, kann ein Teil des linken Vorhof, das Herzohr, mittels Katheter verschlossen werden.
  • Katheterablation: Durch gezielte Verödung der für die Rhythmusstörung verantwortlichen Bereiche des Herzens mittels Wärme (Hochfrequenzablation) oder Kälte (Kryoablation) können Tachykardien oder Extrasystolen eliminiert werden.
  • Herzschrittmacher: Die Implantation von Herzschrittmachern erfolgt überwiegend an der Klinik für Herzchirurgie. Schrittmacher ohne Elektroden, die mittels eines Katheters direkt im Herzen implantiert werden, werden an unserer Abteilung implantiert.
  • Defibrillatoren (ICD): Die Implantation von Defibrillatoren erfolgt ganz überwiegend an der Klinik für Herzchirurgie.
  • Systeme zur kardialen Resynchronisation (CRT): Mittels synchroner Stimulation beider Kammern über mindestens 2 Elektroden kann die elektrische Aktivierung der beiden Kammern bei Herzschwäche verbessert werden. Ein System zur kardialen Resynchronisation ist immer entweder mit einem Schrittmacher (CRT P) oder einem Schrittmacher und einem ICD (CRT D) kombiniert.

Zur Untersuchung und Behandlung unserer PatientInnen stehen uns eine Ambulanz und ein hochmodernes, mit allen technischen Möglichkeiten ausgestattetes Herzkatheterlabor zur Verfügung.

Für alle Untersuchungen und Behandlungen bitten wir um Terminvereinbarung per Telefon oder Email.

Verantwortliches ärztliches Personal

Leitender Oberarzt: OA Priv.Doz. Dr. Hintringer Florian

Oberärzte: PD DDr. Wolfgang Dichtl, PD Dr. Wilfried Schgör, PD Dr. Markus Stühlinger